Studie 2026
Schulbegleitung in NRW: Die Studie 2026
Niemand zählt die Schulbegleitung in Nordrhein-Westfalen. Diese Studie legt zusammen, was belegt ist: Zahlen, Recht, Kosten, Alltag und die Lücken, die jede Debatte schwächen. Rund 200 Seiten, jede Zahl mit Quelle.
- Rund 200 Seiten
- Über 130 Quellen
- 13 Grafiken zum Abdruck
Kennzahlen
Drei Zahlen, die ständig verwechselt werden
Wer über Schulbegleitung in NRW spricht, wirft meist drei völlig verschiedene Zählungen in einen Topf. Die Studie hält sie auseinander. Das ist ihr wichtigster Beitrag zur Debatte.
43.959
35a-Hilfen in NRW 2024
Junge Menschen mit Eingliederungshilfe nach Paragraf 35a SGB VIII (IT.NRW, Mindestzahl). Alle Hilfeorte, nicht nur Schule. Seit 2014 mehr als verdoppelt.
28.819
Integrationshilfen an Schulen
Hochgerechnete Schülerinnen und Schüler mit genehmigter Integrationshilfe im Schuljahr 2021/22 (Universität Wuppertal). Die beste Annäherung an Schulbegleitung, die NRW hat. Drei bis vier Jahre alt.
12.639
35a-Hilfen am Ort Schule
Laufende Hilfen am 31.12.2021 (Landesregierung an den Landtag, Vorlage 18/1470). Danach hat das Land diese Zahl nie wieder geliefert.
Keine dieser Zahlen ist "die" Schulbegleitungszahl. Wer sie addiert, zählt doppelt. Warum, steht in Kapitel 3 der Studie.
Befunde
Die fünf härtesten Befunde
Das System zählt die falsche Einheit
Es gibt keine amtliche Statistik Schulbegleitung, weder in NRW noch im Bund. Die Landesregierung hat dem Landtag geschrieben, dass ihr die Antragszahlen nicht bekannt sind.
Fallzahlen und Kosten steigen steiler als die Schülerzahl
Ausgaben nach Paragraf 35a: von 78 Millionen Euro (2006) auf 793 Millionen Euro (2024), plus 917 Prozent. Köln meldet plus 555 Prozent bei der Jugendhilfe-Schulbegleitung in zehn Jahren.
Die Zuständigkeit ist gespalten, die Große Lösung kommt so nicht
Jugendamt für seelische, Sozialamt für körperliche und geistige Beeinträchtigung. Die verbreitete Formel "der LVR zahlt das" ist für den Regelfall falsch.
Das Land zahlt systemisch, die Kommune trägt den Einzelanspruch
Die Inklusionspauschale (67 Millionen Euro) darf individuelle Ansprüche ausdrücklich nicht finanzieren. Eltern zahlen für die ambulante Schulbegleitung in der Regel nichts.
Personal, Wartezeit und Stunden sind landesweiter Blindflug
Keine Zahl der Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter, keine Wartezeitenstatistik, kein landesweiter Stundensatz. Einzelne Träger können ihre Zahlen liefern, das Land kann es nicht.
Grafiken
Ausgewählte Grafiken aus der Studie
Alle 13 Grafiken zeigen nur vorhandene Messpunkte. Fehlende Jahre werden nicht schöngerechnet, Mindestzahlen sind als solche markiert. Abdruck mit Quellenangabe erwünscht.






Anspruch
Was die Studie leistet. Und was nicht.
Das steht drin
- Der komplette Weg vom Antrag bis zum Einsatz, mit Zuständigkeitstabelle Jugendamt gegen Sozialamt
- Alle amtlichen Zahlenreihen: Fallzahlen, Ausgaben, Inklusion, mit Jahr, Definition und Quelle
- Die Rechtsprechung zum pädagogischen Kernbereich, von BSG bis OVG NRW
- Kommunale Kostenpfade: Köln, Bochum, Wuppertal, Leverkusen, Bonn, Düsseldorf
- Der Bundesvergleich, der Alltag im Klassenzimmer und die Reformdebatte bis 2030
- 14 dokumentierte Datenlücken und Prüffragen für Politik und Presse
Das steht bewusst nicht drin
- Keine erfundene Landeszahl "Schulbegleitungen in NRW". Sie existiert nicht.
- Keine Prognose "Schulbegleitungen 2030". Niemand hat eine veröffentlicht.
- Keine landesweite Wartezeit. Das Land erhebt sie nicht.
- Keine Hochrechnung einzelner Trägerzahlen zu Landeswerten
- Keine politische Empfehlung. Die Studie ist ein Lagebild, kein Gutachten.
Download
Download und Zitierweise
Die komplette Studie (PDF)
Rund 200 Seiten inkl. aller Grafiken, Tabellen und Quellen. Kostenlos.
Studie herunterladenPresseinformation (PDF)
Zweiseitige Kurzfassung mit den Kernbefunden und Pressekontakt.
Presseinformation herunterladenZitierweise
Starke Schultern UG (Hrsg.): Schulbegleitung in Nordrhein-Westfalen. Die aktuelle Situation 2026. Essen, August 2026. Online: starkeschultern.com/schulbegleitung-nrw-studie
Abdruck der Grafiken mit Quellenangabe erwünscht. Die Studie nutzt ausschließlich amtliche und wissenschaftliche Quellen sowie freigegebene Betriebskennzahlen des Herausgebers; interne Größen wie Fallzahlen werden nicht veröffentlicht.
Zielgruppen
Für wen die Studie gedacht ist
Eltern und Familien
Kapitel 1 und 2 erklären den Weg zum Antrag ohne Jurastudium: wohin der Antrag geht, was beitragsfrei ist, was im Bescheid stehen sollte und was Sie bei einer Ablehnung tun können.
Kommunalpolitik und Verwaltung
Kapitel 3, 5 und 9 liefern die Zahlenlage, die kommunalen Kostenpfade und drei Prüffragen, mit denen jede Vorlage und jede Pressemitteilung lesbar wird.
Presse und Fachöffentlichkeit
Jede Zahl trägt Jahr, Definition und Fundstelle. Das Quellenverzeichnis umfasst über 130 amtliche, gerichtliche und wissenschaftliche Quellen.
Schneller Einstieg für Familien
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